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BURG TRIFELS

Beschreibung:

Die Reichsburg Trifels ist eine Felsenburg im südlichen Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz) oberhalb der südpfälzischen Kleinstadt Annweiler. Im Hochmittelalter hatte sie zwei Jahrhunderte lang, von 1113 bis wahrscheinlich 1310, den Status einer Reichsburg. Sie ist ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention.

Die Höhenburg im pfälzischen Nordteil des Wasgaus auf der Kuppe des 494 m hohen Sonnenbergs steht auf einem dreifach gespaltenen Buntsandsteinfelsen, der 145 m lang, 40 m breit und 50 m hoch ist. Von dieser steinernen Basis stammt auch der Name der Burg, der „dreifacher Fels“ bedeutet. Beim Sonnenberg handelt es sich um einen der typischen oben abgerundeten Felsenberge des Wasgaus, der vom Südteil des Pfälzerwalds und dem Nordteil der Vogesen gebildet wird.

 

Der Trifels und seine beiden ruinösen Schwesterburgen Anebos und Scharfenberg (auch „Münz“), die auf zwei Bergen unmittelbar südöstlich der Reichsburg liegen, sind das Wahrzeichen von Annweiler, das sich gut 300 m unterhalb des Trifels im Tal der Queich ausbreitet. Die Gegend bietet auf engem Raum eine Anzahl weiterer Burgen, von denen vor allem die knapp 4 km entfernte Madenburg in engeren Beziehungen zum Trifels stand.

In den beiden Tälern westlich und östlich der drei Burgen entspringt jeweils ein Bach. Der Bindersbach im Westen ist 1,4 km lang und entwässert 2,3 km². Der Trifelsbach im Osten ist 2,9 km lang und entwässert 2,8 km². Beide Bäche fließen nach Norden und münden in Annweiler von rechts in die Queich, einen linken Nebenfluss des Rheins.

Der Trifels spielt eine teilweise herausragende Rolle in der Geschichte der Adelsgeschlechter der Salier, der Staufer, der Wittelsbacher und des Hauses Pfalz-Zweibrücken, das eine Seitenlinie der Wittelsbacher darstellte.

Auf dem überwiegend nicht originalgetreu wieder aufgebauten Trifels können die Nachbildungen der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches besichtigt werden. Die Originale befinden sich im Kunsthistorischen Museum Wien; dort sind sie in der Schatzkammer der Hofburg ausgestellt. Berg und Burg zählen zu den vorrangigen touristischen Ausflugszielen in der Pfalz. Der Trifels ist dort mit über 100.000 Besuchern pro Jahr nach dem Hambacher Schloss (200.000) die am zweithäufigsten frequentierte Burg. Diese Stellung verdankt der Trifels seiner Bedeutung im Mittelalter, besonders während der Staufer­zeit im 12. und 13. Jahrhundert. Die Reichsburg war damals für anderthalb Jahrhunderte Mittelpunkt historischer Ereignisse.

Das größte Interesse neben den Reichskleinodien weckt noch heute die Gefangenschaft des englischen Königs Richard Löwenherz, die hinsichtlich des Trifels allerdings nur für eine Zeitspanne von drei Wochen (vom 31. März bis zum 19. April 1193) mit Sicherheit belegt ist. Nicht historisch verbürgt wird die Begebenheit in der Blondelsage erzählt.

Einer weiteren Sage nach, die der bekannteren Kyffhäusersage ähnelt, soll im Trifels ein Kaiser schlafen. Nach der ältesten Version der Sage handelt es sich um Friedrich II., in jüngeren Versionen nehmen auch Friedrich Barbarossa bzw. Karl der Große diese Rolle ein. Die inhaltlich, zeitlich und lokal unterschiedlich auftretenden Versionen der Sage haben offensichtlich alle ihren Ursprung im lange vorherrschenden Volksglauben an die Rückkehr eines Friedenskaisers.

 

Die historische Bedeutung des Trifels wurde in den 1960er Jahren innerhalb der Briefmarkenserie Deutsche Bauwerke aus zwölf Jahrhunderten zweimal gewürdigt. Der Vergleich der Abbildungen belegt, dass vor der Gestaltung der zweiten Marke der Hauptturm erhöht wurde.

Bildergalerie

Kontaktdaten:

BURG TRIFELS

76829 Annweiler

Telefon : 06346 8470

Link zur Homepage : http://www.burgen-rlp.de/?id=40768

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