Orts-Chronik

Jahr 992

schenkt Kaiser Otto III. die im "Speyergau" gelegenen Güter Ober- und Niederotterbach sowie Dörrenbach dem Kloster Selz im Elsaß. Die entsprechende Schenkungsurkunde ist die älteste bekannte urkundliche Erwähnung Oberotterbachs. Die Herren von Otterbach, deren Burg der örtlichen Überlieferung nach auf dem Klosenberg nordwestlich des Dorfes gestanden haben soll, dürften die Vogtei über Oberotterbach den Selzer Äbten zu Lehen getragen haben.

Jahr 1306

Rudolf von Otterbach verliert durch eine Fehde mit den Speyerern die Burg und all seine Besitzungen, die er zusammen mit den Grafen von Leiningen in der Herrschaft Guttenberg besaß. Die Guttenburg, deren Geschichte sehr eng mit der des Dorfes verbunden ist, und das zur "oberen Gemeinschaft" der Herrschaft Guttenberg gehörige Oberotterbach werden an die Grafen von Leiningen verpfändet.

Jahr 1379

Die Leininger besitzen die Hälfte der Burg und drei Viertel der Dörfer, der Rest gehört dem Kurfürsten von der Pfalz

Jahr 1460

Zerstörung des Dorfes in der kurpfälzisch-zweibrückischen Fehde.

Jahr 1463

verdrängen die Wittelsbacher (Kurpfalz und Zweibrücken) die Leiniger Grafen gewaltsam aus ihrem Besitz. Die Wittelsbacher bleiben im Besitz des Amtes Guttenberg bis zum Ausbruch der Französischen Revolution (1789).

Jahr 1648

Von den 112 Häusern des Dorfes werden 80 während des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) zerstört.

Jahr 1683

Nach dem Einfall der Franzosen in die Pfalz steht das Amt Guttenberg unter französischer Souveränität.

Jahr 1801

Im Frieden von Luneville kommen alle linksrheinischen Besitzungen an Frankreich, damit wird Oberotterbach französisch. Durch den 2. Pariser Frieden wird das Land zwischen Queich und Lauter und damit auch Oberotterbach wieder deutsch.

Jahr 1816

Die Pfalz wird bayerisch.

Jahr 1936

Durch den Bau des Westwalls kommt Oberotterbach zwischen Westwall und der französischen Grenze zu liegen (Rote Zone).

Jahr 1939

Die Bevölkerung wird mehrfach evakuiert.

Jahr 1945

Bei Kriegsende sind etwa 80 % des Dorfes durch Kriegseinwirkungen oder durch sogenannte "Wiederaufbaumaßnahmen" (Kleine Häuser sollten im Sinne der damaligen Parteiideologie großgermanischen Erbhöfen weichen) zerstört. Es kam zwar zum Abriss, aber nur vereinzelt zum Wiederaufbau der Anwesen).

Jahr 1949

Oberotterbach gehört zum neuen Bundesland Rheinland-Pfalz.

Jahr 1972

Die ehemals eigenständige Gemeinde Oberotterbach wird eine von 21 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern.

Jahr 1992

Oberotterbach feiert seine erste urkundliche Erwähnung vor 1000 Jahren mit einem stilvollen Festakt am 14. März und einer Festwoche mit einem anspruchsvollen kulturellen Programm in zehn liebevoll gestalteten Festhöfen. Mehr als 100.000 Besucher feierten mit.

Jahr 2001

Die noch stark landwirtschaftlich geprägte Obst- und Weinbaugemeinde Oberotterbach zählt rund 1300 Einwohner.

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